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Studien zufolge wird im Jahr 2050 jeder dritte Bürger in Deutschland über 60 Jahre alt sein. Die Zielgruppe der über 60-jährigen wird die Käufergruppe der Zukunft sein wird. Um die älteren Verbraucher jedoch effektiv anzusprechen benötigen Unternehmer entsprechendes Know-how im Bereich des Seniorenmarketings.

Eine der größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft stellt zu Beginn des 21. Jahrhunderts der demografische Wandel dar, der hierzulande seit über 30 Jahren durch niedrige Geburtenraten und steigende Lebenserwartung geprägt ist. Studien zufolge wird im Jahr 2050 jeder dritte Bürger in Deutschland über 60 Jahre alt sein. In Anbetracht dieser Entwicklung spricht vieles dafür, dass die Zielgruppe der über 60-jährigen die Käufergruppe der Zukunft sein wird.

Um die älteren Verbraucher jedoch effektiv anzusprechen, diesen zukunftsträchtigen Markt erfolgreich zu erschließen, benötigen Unternehmer entsprechendes Know-how im Bereich des Seniorenmarketings.

Die Akademie für Betriebs- und Unternehmensführung (ABU) in Saarbrücken veranstaltete diesbezüglich am 17. Juni einen Vortrag, um Studenten, ehemaligen Absolventen und allgemein Interessierten aus Politik und Wirtschaft, dieses wichtige Thema näherzubringen. Karl Reiner Lassek, geschäftsführender Gesellschafter der Duke Werbeagentur und Vorstandsmitglied des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens EUMARA, referierte in einem 90 minütigen Vortrag im Forum der Akademie über die 7 wichtigsten Regeln, die im Hinblick auf ältere Konsumenten zu beachten sind.

Lassek beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit dem Thema Seniorenmarketing, dessen Relevanz seiner Ansicht nach bis heute von vielen Unternehmen noch nicht ausreichend beachtet wird. Für seine erfolgreiche Arbeit wurde er in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Auszeichnungen, Zeitungs- und Fernsehberichte weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus gewürdigt.

Anhand vieler Praxisbeispiele und geeigneten Anschauungsobjekten vermittelte Karl Reiner Lassek, der seit einigen Jahren das Fach Marketing an der HTW des Saarland lehrt, anschaulich die besonderen Herausforderungen, die Werbefachleute angesichts dieser Zielgruppe beachten müssen. Mit Hilfe des, in Zusammenarbeit mit der TU-Eindhoven entwickelten, Age Simulators hatten die Zuhörer die Möglichkeit, für einen Moment in die Rolle eines älteren Verbrauchers zu schlüpfen. Die beste Möglichkeit etwas über die Bedürfnisse älterer Menschen und die Besonderheiten der Kundenansprache dieser Zielgruppe zu lernen, ist letztlich die eigene körperliche Erfahrung, so Lassek. Die Veranstaltung endete mit regem Austausch und einem kleinen Umtrunk.

Text: Philipp Schneider